Feb 10

Kuriose Geräte #98: ARAIG Suit

In der Vergangenheit haben wir euch bereits einige Gadgets und Technologien vorgestellt, die ein noch tieferes Eintauchen in Videospiele aller Art ermöglichen sowie ein deutlich realistischeres Maß an Interaktion mit dem Spiel. Zu diesen gehören beispielsweise der Omni Controller zur Laufsteuerung oder die VR-Brille Occulus Rift. Während Occulus Rift vor allem visuelles und akustisches ermöglicht, gibt es für die restlichen Sinne noch kein entsprechendes Feedback-Gerät (abgesehen von der Rumble-Funktion in Spielekonsolen-Controllern). Während es noch etwas dauern dürfte, bis es Riechen und Schmecken in Videospiele schaffen, so ist das haptische Feedback doch deutlich einfacher zu implementieren. Um dies zu ermöglichen, hat die Firma “IF TECH” eine Kickstarter-Kampagne gestartet, die zwar im ersten Lauf nicht erfolgreich war, das betreffende Gerät wird aber trotzdem weiterentwickelt – der ARAIG Suit:

AIRAG Suit

Wie bereits erwähnt, trägt der Anzug für sensorisches Feedback den Namen “ARAIG”. Dieser Name steht für “As Real As It Gets” also zu Deutsch “So real wie es sein kann”. Der Anzug, der eigentlich eher eine Jacke ist, ermöglicht dem Träger das abgeschwächte Fühlen von z.B. Schüssen, Schlägen oder Berührungen mit der Umgebung (Wänden, Äste etc.) und sogar Sound von beispielsweise basshaltigen Explosionen. Dies wurde bis dahin nur mit dem Rumble-Pack, einem Rütteln des Bildes oder Bildeffekten dargestellt, was jedoch die Richtung des Signal nur sehr schwer erahnen lässt.

Um all dies zu ermöglichen, verfügt der ARAIG Suit über drei Haupt-Komponenten: Dem Decoder, der an die Konsole angeschlossen wird und deren Daten so “übersetzt”, dass sie vom Anzug umgesetzt werden können. Dem Exoskelett, an dem die wichtigen Teile wie die Batterie, das Control Center, das Nervensystem (das eigentliche Feedback-Modul) sowie die Surround-Lautsprecher befestigt sind und natürlich das Surround-Sound-System, welches aus 6 Lautsprechern rund um den Hals-Bereich sowie dem Subwoofer auf dem Rücken besteht und realen Raumklang ohne teure Lautsprecher im ganzen Raum ermöglicht.

Das eigentliche sensorische Feedback wird von jeweils 16 Punkten auf Vorder- und Rückseite sowie von 8 Punkten an jedem Arm wiedergegeben: Diese ermöglichen zum Großteil die übliche Vibrationen (wenn auch lokal deutlich höher aufgelöst) allerdings im Besonderen auch die sogenannten “Stims”, also Stimulationen von Muskeln wie den Brustmuskeln oder Schultermuskeln. Dadurch fühlt man Interaktionen mit der Umgebung nicht nur, sondern ist auch “gezwungen” körperlich darauf in gewissem Maß zu reagieren. All dies erfahrt ihr noch einmal in bewegten Bildern und von den Entwicklern erklärt im Video unter “Weiterlesen“.

Solltet ihr mehr über den Entwicklungsstand oder den ARAIG Suit allgemein erfahren wollen, schaut doch mal auf den Facebook- und Twitter-Seiten der Entwickler vorbei. Würdet ihr euch für ein realistischeres Spielgefühl einen solche Anzug zulegen und welche Spiele würden eurer Meinung nach deutlich mehr Reiz durch das sensorische Feedback bekommen?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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Jan 31

Kuriose Geräte #97: iPhone Wärmebildkamera

Für Iphones und andere Smartphones werden seit deren Erscheinen stets neue und vermeintlich nützliche Apps und Gadgets entwickelt. Über deren Zweck und Sinnhaftigkeit wird an verschiedensten Stellen eingehend diskutiert…und das zu Recht: Ein Großteil der angepriesenen Apps wie die bekannten Nachtsichtgeräte oder Nacktscanner erfüllen natürlich keinerlei Funktion, da das Gerät entsprechende Einrichtungen wie Restlichverstärker oder Röntgengerät überhaupt nicht besitzt. Ein Hersteller hat sich nun jedoch einem dieser Teilgebiete angenommen und eine technische Lösung entwickelt und diese auf der CES 2014 vorgestellt – die iPhone Wärmebildkamera:

iPhone Wärmebildkamera

Die Kamera des iPhone´s (egal welche Generation) ist nicht darauf ausgelegt, Bildaten im Infrarot-Bereich zu empfangen und zu verarbeiten, weshalb eine Wärmebildkamera in der Iphone-Standardausführung kaum vorhanden sein sollte. Der Hersteller “FLIR“, der auf Themal Imaging Lösungen spezialisiert ist, hat genau deswegen eine Lösung für das Iphone entwickelt.

Das “FLIR thermal imaging smartphone case” stellt eine Erweiterung eines Iphone 5 oder Iphone 5S dar und ermöglicht nicht nur die Sicht in vollkommener Dunkelheit sondern auch durch z.B. Rauch. Das Case verfügt über zwei Batterien, die nicht nur zum Betrieb der beiden Kameras sondern auch zur Regeneration des Akkus genutzt werden können. Die Erkennung von Infrarotstrahlung ermöglicht dabei die Aufnahme von unsichtbaren Wärmequellen. Damit können Benutzer auch nützliche Zwecke wie die Erkennung von feuchten Wandbereichen nutzen, die als kühle Stellen auf dem Wärmebild erkannt werden.

Auch das Beobachten von Tieren im Wald oder Nagetieren im Hinterhof wird durch die Wärmebilder möglich und auch das Navigieren in vollkommender Dunkelheit oder das Erkennen von Problemen mit der Isolierung an Fenstern und Türen.

Hättet ihr für eine oder mehrere dieser Anwendungen Verwendung oder könntet ihr euch noch weitere nützliche Zwecke vorstellen?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

Jan 11

Kuriose Geräte #96: Wasserfall-Schaukel

Die Schaukel ist als Spielgerät von keinem Spielplatz mehr wegzudenken und es gibt sie in verschiedensten Varianten: Egal ob Einzelschaukel oder mehrere Schaukeln nebeneinander, Ketten- oder Stangenschaukel oder Netz-Schaukel auf welcher sogar mehrere Leute gleichzeitig Platz nehmen können. Aber das eigentliche Prinzip des Schaukelns selbst wird von keiner dieser Schaukeln besonders aufgewertet. Um jedoch dem Schaukeln doch einen gewissen Nervenkitzel zu verleihen, hat die Firma Dash 7 Design eine ganz besondere Schaukel entwickelt, die aus dem Abspringen von der Schaukel und anderen “Stunts” einen Witz macht – die Wasserfall Schaukel:

Wasserfall Schaukel

Auf der World Maker Faire 2011 hat Dash 7 Design diese besondere Wasserfall Schaukel vorgestellt, welche einige wichtige Technologien besitzt. Diese sind auch nötig, damit die Wasserfall Schaukel ihren besonderen Zweck erfüllen kann:

Der von der Schaukel erzeugte Wasserfall wird nämlich immer dann unterbrochen (und erzeugt ein Loch im “Wasservorhang”), wenn der Schaukelnde sich dem Vorhang nähert, um dessen Nass-Werden zu verhindern. Die Wasserfall Schaukel besteht aus 273 unabhängig voneinander kontrollierten Ventilen. Jedes der Ventile kontrolliert ständig den Winkel der Schaukel sowie die Geschwindigkeit des Schaukelnden. Dadurch werden immer die richtigen Ventile zum richtigen Zeitpunkt geschlossen, sodass sich im Vorhang ein Loch öffnet, durch welches der Schaukelnde auf der Wasserfall Schaukel hindurch schaukelt. Ein Computer übernimmt dabei jegliche Berechnungen.

Mit der selben Technik kann außerdem die Wasserfall Schaukel dahingehend umprogrammiert werden, dass sie Buchstaben und Muster darstellt. Das entsprechende Video dazu findet ihr hier. Wenn ihr die Wasserfall Schaukel in Aktion sehen wollt, findet ihr das entsprechende Video unter “Weiterlesen” am Ende der Seite. Würdet ihr dieser Technik ebenfalls vertrauen und mal auf der Wasserfall Schaukel schaukeln und euren trockenen Zustand einem Computer und Sensoren anvertrauen?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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Okt 22

Kuriose Geräte #95: i-Lusio

Mit Smartphones und Tablets kann man in der heutigen Zeit 2D-Bilder überall hin mitnehmen und auch zeigen, jedoch ist es in der heutigen Zeit mittlerweile üblich, auch 3D-Bilder ständig zeigen zu können, da diese mittlerweile auch zum Standard werden. Wenn man jedoch nicht ein 3D-Smartphone wie das LG Optimus P720 3D Max besitzt, gibt es dazu unterwegs kaum eine Möglichkeit. Handliche Geräte sind dazu nämlich sonst eher selten. Für Tablet-Nutzer gibt es nun jedoch ein Gerät, mit dem auch 3D-Bilder und andere dreimdimensionale Objekte unterwegs dargestellt werden können – das i-Lusio:

i-LusioDie Hauptkomponenten dieses 3D-Darstellungssystems sind relativ simpel und doch genial: Zum einen ein handelsübliches Tablet, welches mit einer entsprechenden App die Bilder für die 3D-Darstellung aufbereitet sowie einem Gestell samt halbdurchlässigem Spiegel, der 3D-Bilder scheinbar schwebend ins Auge des Betrachters projeziert wird ohne dass dieser den Hintergrund vollkommen aus den Augen verliert. Dadurch erhält der Betrachter den Eindruck eines aus der Science-Fiction bekannten Hologramms.

Die Möglichkeiten der Anwendung sind laut dem Entwickler fast grenzenlos, denn es gibt sowohl direkte Hardware-Nutzen wie die Verwendung des i-Lusio als Docking-Station oder als Wecker als auch spielerische Nutzen wie die Darstellung eines Haustiers (oder Tamagotchis) für Kinder oder ein “lebendiges” Familienfoto. Natürlich werden auch professionelle Nutzungsmöglichkeiten wie Produktpräsentationen oder die Darstellung von Designer-Kreationen möglich gemacht.

Der Nutzer selbst bestimmt jedoch die Anwendung des Gerätes, denn in der Darstellung sind die Interpretationen relativ weit zu sehen. Die Crowdfunding-Aktion für i-Lusio ist hier zu finden, jedoch wird es bei erfolgreich laufendem Projekt auch deutlich mehr Kauf-Orte geben. Würdet ihr das i-Lusio für private Zwecke wie als Alarm auf eurem Nachttisch nutzen? Das dazugehörige Video findet ihr unter “Weiterlesen“.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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Jul 02

Kuriose Geräte #94: Monkey Light Pro

Am Fahrrad dienen alle Lichtquellen, seien es Vorder-, Rücklampen oder die Reflektoren primär der Sicherheit des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer und sind vom Gesetz her sogar Pflicht. Eine besondere Art der Licht-Nutzung hat nun die Firma MonkeyLectric entwickelt und finanziert sie aktuell per Kickstarter – das Monkey Light Pro:

Monkey Light Pro

Wie man es schon von den Ventilatoren mit LED´s kennt, welche Uhrzeiten oder einfache Schriftzüge anzeigen können, ermöglicht es das “Monkey Light Pro”-System, noch detailierte Bilder darzustellen, jedoch in den Rädern bzw. Speichen eines Fahrrads. Dazu verfügt es nicht nur über ein einziges LED-Element sondern sogar über vier LED-Elemente, die gleichmäßiges über die Speichen jedes Rades verteilt werden.

Projektionsfläche und Trägheit des Auges

Das aus den vier LED-Elementen kreuzförmig zusammengebaute “Monkey Light Pro”-Projektionssystem besitzt einen Durchmesser von 52 cm wobei in jedem der Kreuzarme den LED´s eine Breite von 2,5 cm zur Verfügung steht. Zusammengebaut wiegt das System etwa 500 Gramm und macht sich für seine Funktion die sogenannte Trägheit des Auges zunutze:

Dabei verändern sich die LED´s in so schneller Frequenz, dass sie während der Drehung auf jeder Position der runden Projektionsfläche einen anderen Teil des Bildes zeigen. Jeder zu erkennende Lichtpunkt bleibt auch noch kurz sichtbar, nachdem die LED ihre Position verlassen hat. Dadurch entsteht der Eindruck eines zusammenhängenden Bildes, obwohl es eigentlich nur aus vier Lichtstrichen besteht.

Speicher, Sichtbarkeit und Bilder

Natürlich muss ein solches Gerät verschiedene Vorraussetzungen erfüllen, um richtig zu funktionieren. Zunächst muss es über eine passende Stromquelle verfügen, im Falle des Monkey Light Pro über  einen 7000 mAh Lithium Polymer Akku. Dadurch verfügt es über genug Energie, um die BIlder bei voller Helligkeit 3-8 Stunden sowie bei reduzierter Helligkeit sogar bis zu 48 Stunden anzeigen lassen zu können. Die Laufzeit wird außerdem durch die dargestellten Bilder beeinflusst: Auf den integrierten Speicherchip passen bis zu 1000 verschiedene Bilder in allen bekannten Formaten sowie auch einige Videoformate wie MPEG oder FLV. Je nach Helligkeitseinstellungen sind die Bilder vor allem Abends/Nachts, wenn bedecktes Wetter ist oder natürlich Indoors, wobei letzteres für ein fahrendes Fahhrad kaum geeignet ist.

Die weiterhin eingebaute Technik enthält Lage- und Geschwindigkeitssensoren die es möglich machen, dass die Bilder immer gerade und damit in der richtigen Position zu sehen sind, auch wenn der Fahrer mal schneller oder langsamer fährt (natürlich nicht zu langsam). Über eine Web-basierte Anwendung können die Benutzer eine Playlist erstellen, in welcher nicht nur die Bilder-Reihenfolge sondern auch das Timing.

Billig ist das Ganze jedoch nicht, denn die günstigste Version kostete auf Kickstarter 495 Euro. Für Unternehmen bietet das Monkey Light Pro jedoch als innovative Werbefläche einiges an Potential. Was würdet ihr, wenn ihr das Monkey Light Pro denn besitzen und würdet auf der Projektionsfläche darstellen? In Aktion seht ihr Monkey Light Pro im Video unten!

Euer Sintox von Technik-Specials.de

Jun 30

Kuriose Geräte #93: Omni – Laufsteuerung

Die meisten, die das Wort “Gamer” hören, denken fälschlicherweise sofort an untrainierte Zocker, die auf ihrem Schreibtisch-Stuhl scheinbar festgewachsen sind. Auch wenn mit Kinect oder der Wii (und deren Balance Board) schon Bewegungs-Alternativen entwickelt wurden, so ermöglichen diese jedoch nur Bewegungen in einem vergleichsweise geringen Bereich. Eine Laufsteuerung ist dadurch z.B. nicht möglich, da der Spieler schon nach wenigen Schritten den Aufnahme-Bereich der Steuerung verlassen würde. Um dies doch möglich zu machen, hat die Firma Virtuix auf Kickstarter die Finanzierung ihres neuen Produktes begonnen – die Omni Laufsteuerung:

Omni - Laufsteuerung

Bei der Omni Laufsteuerung handelt es sich ähnlich wie im Falle des Battlefield Simulators um eine stationäre Plattform, welche die Fähigkeit besitzt, nicht nur die Schritte des darauf stehenden/laufenden Spielers zu erkennen, sondern den Spieler auch stets in der Mitte der Plattform halten zu können. Anders als beim Battlefield Simulator funktioniert dieses “In der Mitte halten” des Spielers bei der Omni Laufsteuerung nicht über zurückdrehende Rollen, sondern über eine spezielle Beschaffenheit der angeschrägten Oberfläche. Die Plattform hat in ihrem aktuellen Entwicklungsstadium einen Außendurchmesser von 120 cm,besitzt ein Eigengewicht von 50 kg und ist damit auch für das heimische Wohnzimmer geeignet.

Omni-Lauffläche mit Schritterkennung und Zurückrutschen

Die Oberfläche der Omni Laufsteuerung, auf welcher der Spieler läuft, erkennt nicht nur die Richtung und Geschwindigkeit der Schritte des Spielers, über ihre Spezial-Beschichtung und  den schrägen Winkel lässt sie den Spieler nach jedem Schritt stets wieder in die Mitte der Plattform rutschen, sodass für jeden Schritt die selbe Ausgangsposition herrscht. Um die perfekte Interaktion zwischen Füßen und Omni-Oberfläche zu gewährleisten, liegen dem Omni-System spezielle Schuhe bei, die ähnlich wie Bowling-Schuhe perfekt auf ihren Einsatzort angepasst sind. An ihrer Unterseite ist z.B. eine spezielle Struktur angebracht, die wie ein Rad auf einer Schiene funktioniert und es dem Schuh und damit dem Spieler ermöglicht, immer gerade wieder in das Zentrum der Omni-Plattform zurückzurutschen. Dies garantiert Sicherheit und natürlich ein besseres Laufgefühl.

Sicherheit und Erweiterungsmöglichkeiten des Omni

Auch wenn die Omni Laufsteuerung für möglichst natürliche Übertragung der Laufbewegungen ausgelegt ist, so soll auch der Komfort des Spielers auf der Plattform gewährleistet sind. Während er so frei beweglich wie möglich sein sollte muss er sich auch in gleichem Maße sicher auf der Omni-Plattform bewegen können. Dazu verfügt die Omni-Laufsteuerung über einen einen höhenverstellbaren Sicherheitsring, der für Spieler zwischen 142-195 cm Körpergröße eingestellt werden kann und den Spieler über Sicherheitsgurte vor versehentlichem Ausrutschen schützt.. Der Ring und die Gurte stützen dabei Personen mit bis zu 130 kg Körpergewicht.

Da Omni nur die Fußbewegungen wie Rennen, Gehen, Ducken oder Springen erkennen kann, muss es für die vollständige Virtual Reality Erfahrung durch weitere Geräte unterstützt und erweitert werden. Die Entwickler geben an, dass für das Tracking des restlichen Körpers Kinect genutzt werden kann und für die visuellen Signale das berühmte Oculus Rift.

Die Menschen stecken scheinbar sehr viel Vertrauen in das Projekt, denn auch wenn die Kickstarter-Finanzierung noch 22 Tage läuft so hat Virtuix von den benötigten 150.000 Dollar mit ca. 930.000 Dollar bereits mehr als das 6-fache an Unterstützungsgeldern reinholen können. Was haltet ihr von der Omni-Laufsteuerung und seht ihr bei ihrer Funktionsweise endlich eine sinnvolle Steueralternative vom Fuß-Tracking von beispielsweise Kinect?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

Jun 01

Kuriose Geräte #92: Meta Augmented Reality Brille

Seit die Datenbrille Google Glass oder die Virtual Reality-Brille Oculus Rift angekündigt wurden und regelmäßig Updates zu diesen veröffentlicht werden, sind viele Menschen fasziniert davon, alltägliche Informationen im Sichtfeld einblenden zu lassen statt für diese auf ein Smartphone oder andere Bildquellen schauen zu müssen. Während allerdings die Definition für Augmented Reality vorsieht, dass die dargestellten Bilder mit der Umgebung “verschmolzen” werden und der Nutzer mit der Umgebung interagieren kann, wird z.B. bei Google Glass das Bild einfach nur ohne Leinwand in die Luft projeziert und die Interaktion erfolgt per Spracheingabe. Auf Kickstarter wird nun jedoch ein Projekt von Meta View finanziert, welches genau die gewünschte Art der Darstellung und Interaktion ermöglicht – die Meta Augmented Reality Brille:

Meta Datenbrille

3D-Darstellung durch zwei Displays

Die Brille, die aktuell ein Gewicht von etwa 300 Gramm besitzt verfügt im Gegensatz zu Google Glass über zwei Displays, eines pro Auge, von denen jedes über eine Auflösung von 960×540 Pixeln verfügt. Wie man es von 3D-Brillen aus dem Kino kennt, stellt in einem stereoskopischen Verfahren jedes der beiden ein leicht versetztes Bild dar (wie es auch die Augen beim Menschen tun) wodurch für die dargestellten Bilder ein räumlicher Eindruck entsteht.

Doppel-Kamera für räumliche Erkennung

Da die Brille nicht nur räumlich Bilder darstellen kann sondern auch die Umgebung ebenso räumlich erkennen soll, wird sie mit einer Doppel-Kamera ausgestattet, wie sie vom Kinect-Sensor und natürlich den Augen beim Menschen bekannt ist. Wie auch der Kinect-Sensor erkennt die Meta Augmented Reality Brille auf diese Weise räumlich Objekte  wie beispielsweise die Hände. Dank dieser Hand-Erkennung können statt der eher nervigen Kontrolle per Stimmenerkennung wie sie bei Google Glass verwendet wird, die Hände genutzt werden. Indem die Meta-Brille z.B. die Fingerspitzen erkennt, können auf diese Weise wie bei einem Touchscreen laufende Programme durch Wischen mit den Fingern gesteuert werden. Allerdings ermöglicht die räumliche Erkennung nicht nur ein Wischen auf der XY-Achse (links/recht und oben/unten) sondern auch eine Erkennung auf der Z-Achse (hinten/vorne). So wird die Auswahl möglicher Gesten deutlich vergrößert, da z.B. das Zoomen von Bildern nicht mehr durch “Pinch-to-Zoom” (Auseinanderbewegen der Finger auf einem Touchscreen) sondern durch Vor- und Zurückbewegen der Hände funktionieren könnte. Einen ersten, sehr frühen Eindruck, wie die Erkennung von Objekten bei der Meta-Brille funktioniert findet ihr unter “Weiterlesen” in Videoform.

Der Input für Daten erfolgt aktuell über HDMI bzw. USB, allerdings sind im Rahmen der Entwicklung noch einige weitere Features geplant. Zunächst werden jedoch Entwickler-Versionen für 750 Dollar an mögliche Entwickler verteilt, um erste Programme/Apps für die Meta Augmented Reality Brille zu ermöglichen.

Was haltet ihr von dieser Brille im Vergleich zu Google Glass? Wie findet ihr die Art der räumlichen Darstellung und Erkennung und was haltet ihr von der Eingabe mit den Händen? Ich persönlich fände es schlimmer ständig Menschen zu begegnen, die mit ihrer Brille reden als solchen die vor ihrem Gesicht mit den Händen hantieren.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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Mai 15

Gastbeitrag: Handy aufladen mit heißen Getränken

Auf der innovativen Plattform Kickstarter können sich Bastler, Enthusiasten und Visionäre ihre Projekte via Crowdfunding finanzieren lassen. Smartphonebesitzer und Kaffeetrinker sollten vor allem das Projekt onE Puck von Epiphany Laboratories genau im Auge behalten. Dieses wurde am 7. April erfolgreich begründet und die angestrebte Summe von 100.000 US Dollar erreicht. So kann man sein Heißgetränk genießen, gleichzeitig mit dem iPhone 5 surfen und auch noch den Akku aufladen.

onE Puck Cold onE Puck Warm

Cleveres Gadget mit großen Ambitionen

Smartphone-Akkus sind nicht gerade für ihre langen Laufzeiten bekannt und gerade wer viel unterwegs ist weiß, dass sich das mobile Aufladen meistens als unmöglich herausstellt. Früher oder später wird man allerdings einen heißen Kaffee oder eine kalte Cola genießen und dann kommt der onE Puck wie gerufen. Mit dem dickeren Becheruntersetzer lassen sich nahezu alle Handys durch die thermische Energie des Getränks laden. Betrachtet man das Gerät fällt auf, dass die eine Seite mit einem roten Emblem versehen ist und die andere mit einem blauen. Intuitiv wird man kalte Durstlöscher auf die blaue Seite stellen und heiße auf die Rote. Das Praktische daran ist, dass alle Geräte einfach via USB Lagekabel versorgt werden können und keine Herstellerbeschränkung besteht.
Für das Team um Tommy Joseph soll der onE Puck nur der Anfang sein und wenn sich das Gerät erfolgreich auf dem Markt behauptet, sind ehrgeizige, größere Projekte geplant. Man könne sich sogar vorstellen ganze Haushalte mit der Technologie auszustatten oder in Entwicklungsländern Menschen einfach den Zugang zur Elektrizität zu ermöglichen.

Kennt ihr noch weitere Technik, die Energie aus etwas gewinnt, was sowieso schon da ist?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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