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Okt 14

Kuriose Geräte #102: Boogie Dice

Es ist mal wieder so weit: Der nächste Spieleabend steht vor der Tür und häufig schließt ein solcher auch die Nutzung von Würfeln mit ein. Doch schon seit der Erfindung der Spielewürfel gibt es die ewige Streitigkeit, die mit ihnen zusammenhängt: Hat ein Mitspieler „falsch“ gewürfelt, um seine Chancen zur erhöhen?
Natürlich kann man bei einem nicht gezinkten Würfel eigentlich niemals das Ergebnis kontrollieren, da sobald der Würfel rollt, das Ergebnis des Wurfes rein statistisch ist. Trotzdem würde es dem „Spiel-Frieden“ durchaus zuträglich sein, wenn man den Menschen beim Würfeln aus der Gleichung herausnehmen könnte, um so das Misstrauen der Spieler untereinander zu eliminieren.
Allerdings haben nun die beiden Spieleentwickler Nimrod Back und Saar Shai für genau dieses Problem eine Lösung entwickelt, die auch gleichzeitig ein neues Brettspiel-Genre erschaffen soll und haben dafür eine Kickstarter-Kampagne gestartet – die Boogie Dice:

Boogie Dice Aktivierung

 

Das zentrale Feature der Boogie Dice ist das Folgende: Sie würfeln sich selbst! Die Würfel, die auf ihren 6 Seiten theoretisch jedes Motiv für jede Art Spiel tragen können (Punkte, Symbole, Bilder, Farben etc.) sind vor allem durch ihr Inneres innovativ. Die wichtigen Komponenten sind ein Vibrationsmotor (Um das Selbst-Würfeln durchzuführen), ein Mikrofon (Um das Signal zum Würfeln zu erhalten), eine wiederaufladbare Batterie und ein Neigungssensor (Um die Lage des Würfels zu bestimmen). Außerdem verfügen die Würfel über LED´s, um die Symbole je nach Spiel gegebenenfalls beleuchten zu können. Natürlich benötigen die 15 Gramm schweren Würfel für diese Komponenten Strom, der aus einem eingebauten 100 mAh Akku stammt. Dieser reicht für 30 Minuten durchgegäniges Würfeln (entspricht etwa 500 Aktivierungen) . Wie im Bild unten zu erkennen, gibt es dazu auch eine Ladestation, mit der ein leerer Akku in etwa 40 Minuten wieder voll aufgeladen werden kann.

Boogie_Dice_Charger

Boogie Dice Ladestation

Der Würfelvorgang wird durch Aktivierung des Mikrofons innerhalb der Würfel gestartet, z.B. durch ein Fingerschnipsen oder durch ein Klopfen auf den Tisch. Ob die Würfel sich jederzeit aktivieren lassen oder nur in einigen Zeit-Perioden, wie die Würfel reagieren und vieles mehr lässt sich sogar im Nachhinein programmieren. Da der Würfel keine sonstige Schnittstelle für die Kommunikation nach außen bietet, erfolgt die Programmierung über das Mikrofon:

Mit einer dazugehörigen Smartphone-App kann man jedem Würfel entpsprechende Einstellungen zuweisen: Wie lange er sich selbst würfelt und danach „unwürfelbar“ wird, Zeit bis zum Energiesparmodus oder Art des LED-Blink-Musters. Das Smartphone generiert dann zur Programmierung einen speziellen Ton, der vom Würfel erkannt und gespeichert wird.

Gleichzeitig mit den Boogie Dice wird außerdem ein dazugehöriges Spiel entwickelt: Bots Battleground. Dabei besitzt jeder Spieler verschiedene Kampfroboter mit unterschiedlichen Fähigkeiten bei denen man entscheiden muss, welche Fähigkeit wann eingesetzt werden muss. Gesteuert werden sie dabei durch die Würfelergebnisse der Boogie Dice.

Wer Interesse an den Boogie Dice hat, sollte sich die Kickstarter-Kampagne und das dortige Video mal anschauen.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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