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Jun 30

Kuriose Geräte #93: Omni – Laufsteuerung

Die meisten, die das Wort “Gamer” hören, denken fälschlicherweise sofort an untrainierte Zocker, die auf ihrem Schreibtisch-Stuhl scheinbar festgewachsen sind. Auch wenn mit Kinect oder der Wii (und deren Balance Board) schon Bewegungs-Alternativen entwickelt wurden, so ermöglichen diese jedoch nur Bewegungen in einem vergleichsweise geringen Bereich. Eine Laufsteuerung ist dadurch z.B. nicht möglich, da der Spieler schon nach wenigen Schritten den Aufnahme-Bereich der Steuerung verlassen würde. Um dies doch möglich zu machen, hat die Firma Virtuix auf Kickstarter die Finanzierung ihres neuen Produktes begonnen – die Omni Laufsteuerung:

Omni - Laufsteuerung

Bei der Omni Laufsteuerung handelt es sich ähnlich wie im Falle des Battlefield Simulators um eine stationäre Plattform, welche die Fähigkeit besitzt, nicht nur die Schritte des darauf stehenden/laufenden Spielers zu erkennen, sondern den Spieler auch stets in der Mitte der Plattform halten zu können. Anders als beim Battlefield Simulator funktioniert dieses “In der Mitte halten” des Spielers bei der Omni Laufsteuerung nicht über zurückdrehende Rollen, sondern über eine spezielle Beschaffenheit der angeschrägten Oberfläche. Die Plattform hat in ihrem aktuellen Entwicklungsstadium einen Außendurchmesser von 120 cm,besitzt ein Eigengewicht von 50 kg und ist damit auch für das heimische Wohnzimmer geeignet.

Omni-Lauffläche mit Schritterkennung und Zurückrutschen

Die Oberfläche der Omni Laufsteuerung, auf welcher der Spieler läuft, erkennt nicht nur die Richtung und Geschwindigkeit der Schritte des Spielers, über ihre Spezial-Beschichtung und  den schrägen Winkel lässt sie den Spieler nach jedem Schritt stets wieder in die Mitte der Plattform rutschen, sodass für jeden Schritt die selbe Ausgangsposition herrscht. Um die perfekte Interaktion zwischen Füßen und Omni-Oberfläche zu gewährleisten, liegen dem Omni-System spezielle Schuhe bei, die ähnlich wie Bowling-Schuhe perfekt auf ihren Einsatzort angepasst sind. An ihrer Unterseite ist z.B. eine spezielle Struktur angebracht, die wie ein Rad auf einer Schiene funktioniert und es dem Schuh und damit dem Spieler ermöglicht, immer gerade wieder in das Zentrum der Omni-Plattform zurückzurutschen. Dies garantiert Sicherheit und natürlich ein besseres Laufgefühl.

Sicherheit und Erweiterungsmöglichkeiten des Omni

Auch wenn die Omni Laufsteuerung für möglichst natürliche Übertragung der Laufbewegungen ausgelegt ist, so soll auch der Komfort des Spielers auf der Plattform gewährleistet sind. Während er so frei beweglich wie möglich sein sollte muss er sich auch in gleichem Maße sicher auf der Omni-Plattform bewegen können. Dazu verfügt die Omni-Laufsteuerung über einen einen höhenverstellbaren Sicherheitsring, der für Spieler zwischen 142-195 cm Körpergröße eingestellt werden kann und den Spieler über Sicherheitsgurte vor versehentlichem Ausrutschen schützt.. Der Ring und die Gurte stützen dabei Personen mit bis zu 130 kg Körpergewicht.

Da Omni nur die Fußbewegungen wie Rennen, Gehen, Ducken oder Springen erkennen kann, muss es für die vollständige Virtual Reality Erfahrung durch weitere Geräte unterstützt und erweitert werden. Die Entwickler geben an, dass für das Tracking des restlichen Körpers Kinect genutzt werden kann und für die visuellen Signale das berühmte Oculus Rift.

Die Menschen stecken scheinbar sehr viel Vertrauen in das Projekt, denn auch wenn die Kickstarter-Finanzierung noch 22 Tage läuft so hat Virtuix von den benötigten 150.000 Dollar mit ca. 930.000 Dollar bereits mehr als das 6-fache an Unterstützungsgeldern reinholen können. Was haltet ihr von der Omni-Laufsteuerung und seht ihr bei ihrer Funktionsweise endlich eine sinnvolle Steueralternative vom Fuß-Tracking von beispielsweise Kinect?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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