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Jun 01

Kuriose Geräte #92: Meta Augmented Reality Brille

Seit die Datenbrille Google Glass oder die Virtual Reality-Brille Oculus Rift angekündigt wurden und regelmäßig Updates zu diesen veröffentlicht werden, sind viele Menschen fasziniert davon, alltägliche Informationen im Sichtfeld einblenden zu lassen statt für diese auf ein Smartphone oder andere Bildquellen schauen zu müssen. Während allerdings die Definition für Augmented Reality vorsieht, dass die dargestellten Bilder mit der Umgebung „verschmolzen“ werden und der Nutzer mit der Umgebung interagieren kann, wird z.B. bei Google Glass das Bild einfach nur ohne Leinwand in die Luft projeziert und die Interaktion erfolgt per Spracheingabe. Auf Kickstarter wird nun jedoch ein Projekt von Meta View finanziert, welches genau die gewünschte Art der Darstellung und Interaktion ermöglicht – die Meta Augmented Reality Brille:

Meta Datenbrille

3D-Darstellung durch zwei Displays

Die Brille, die aktuell ein Gewicht von etwa 300 Gramm besitzt verfügt im Gegensatz zu Google Glass über zwei Displays, eines pro Auge, von denen jedes über eine Auflösung von 960×540 Pixeln verfügt. Wie man es von 3D-Brillen aus dem Kino kennt, stellt in einem stereoskopischen Verfahren jedes der beiden ein leicht versetztes Bild dar (wie es auch die Augen beim Menschen tun) wodurch für die dargestellten Bilder ein räumlicher Eindruck entsteht.

Doppel-Kamera für räumliche Erkennung

Da die Brille nicht nur räumlich Bilder darstellen kann sondern auch die Umgebung ebenso räumlich erkennen soll, wird sie mit einer Doppel-Kamera ausgestattet, wie sie vom Kinect-Sensor und natürlich den Augen beim Menschen bekannt ist. Wie auch der Kinect-Sensor erkennt die Meta Augmented Reality Brille auf diese Weise räumlich Objekte  wie beispielsweise die Hände. Dank dieser Hand-Erkennung können statt der eher nervigen Kontrolle per Stimmenerkennung wie sie bei Google Glass verwendet wird, die Hände genutzt werden. Indem die Meta-Brille z.B. die Fingerspitzen erkennt, können auf diese Weise wie bei einem Touchscreen laufende Programme durch Wischen mit den Fingern gesteuert werden. Allerdings ermöglicht die räumliche Erkennung nicht nur ein Wischen auf der XY-Achse (links/recht und oben/unten) sondern auch eine Erkennung auf der Z-Achse (hinten/vorne). So wird die Auswahl möglicher Gesten deutlich vergrößert, da z.B. das Zoomen von Bildern nicht mehr durch „Pinch-to-Zoom“ (Auseinanderbewegen der Finger auf einem Touchscreen) sondern durch Vor- und Zurückbewegen der Hände funktionieren könnte. Einen ersten, sehr frühen Eindruck, wie die Erkennung von Objekten bei der Meta-Brille funktioniert findet ihr unter „Weiterlesen“ in Videoform.

Der Input für Daten erfolgt aktuell über HDMI bzw. USB, allerdings sind im Rahmen der Entwicklung noch einige weitere Features geplant. Zunächst werden jedoch Entwickler-Versionen für 750 Dollar an mögliche Entwickler verteilt, um erste Programme/Apps für die Meta Augmented Reality Brille zu ermöglichen.

Was haltet ihr von dieser Brille im Vergleich zu Google Glass? Wie findet ihr die Art der räumlichen Darstellung und Erkennung und was haltet ihr von der Eingabe mit den Händen? Ich persönlich fände es schlimmer ständig Menschen zu begegnen, die mit ihrer Brille reden als solchen die vor ihrem Gesicht mit den Händen hantieren.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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