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Mrz 13

Cebit 2013 – Kuriose Geräte #89: Displair

Es ist so weit, nach Durchsicht und Bearbeitung jeglicher Informationen in Bild- und Textform, welche wir auf der Cebit 2013 für euch sammeln konnten, kommt hiermit auch der erste Artikel sogar inklusive Video!

Wir haben euch im Laufe der Zeit schon viele Möglichkeiten vorgestellt, bewegte Bilder von Computern etc. darzustellen, sei es mit einem USB-Bildschirm, den es wir auf der Cebit 2012 bestaunen konnten oder einem Mini-Projektor. Allerdings variiert die Fläche, auf welcher das Bild letztendlich erscheint eher selten, denn Bildschirm oder Leinwand ist so gut wie immer der Status Quo, wenn man von Glas absieht, welches z.B. beim Smart Window oder bei Google Glasses genutzt wird. Im heutigen Artikel stellen wir euch jedoch eine Leinwand vor, welche man wohl niemals als solche vermuten würde, denn normalerweise nimmt man an, dass eine Leinwand auf jeden Fall die Eigenschaft besitzen sollte als festes Objekt “dem Licht im Weg stehen” zu können. Der von der russischen Firma Displair entwickelte, gleichnamige “Bildschirm” erfüllt diese Vorraussetzung jedoch nur im weiteren Sinn:

Displair Logo

Displair Fruit Ninja

Die Funktion des Displair-Displays basiert auf drei inegralen Bestandteilen:

Das wichtigste und zugleich namensgebende Bauteil des Displair ist eine etwa 1 Meter breite und mit einem Spalt auf der Oberseite versehenen Schiene, aus der eine dünne Nebelwand herausgepustet wird (daher das “air” in “Displair”). Die Tropfen in diesem Nebel sind so klein, dass sie keine Feuchtigkeitsfilme auf Oberflächen erzeugen und ihre Konsistenz zwischen -50 und +50°C nicht verlieren. Auf diese Weise bleibt die Nebelwand stets gleich und kann als Leinwand genutzt werden, auf der das Bild vom zweiten Bauteil erscheint:

Ein Projektor, dessen Projektion über einen Spiegel von Hinten auf die Nebelwand übertragen wird, erzeugt das eigentliche Bild, welches man normalerweise auf einem Bildschirm zu sehen bekommen würde. Um nun zusätzlich noch die Steuerung bzw. die Manipulation des projezierten Bildes möglich zu machen, befindet sich ebenfalls hinter der “Nebel-Leinwand” (über dem Spiegel, siehe unteres Bild) ein Kinect-ähnlicher Sensor, welcher die Erkennung von bis zu 1500 gleichzeitigen Eingaben wie Fingern oder Ähnlichem ermöglicht. Ist dieser auf die Projektion kalibiert, so können Finger als Eingabegerät wie bei einem Multitouch-Bildschirm verwendet werden. Im Rahmen der Präsentation auf der Cebit 2013 konnten Besucher auf diese Weise das bekannte Smartphone-/Tablet-Spiel “Fruit Ninja” spielen.

Abgesehen von der Tatsache, dass bei der Displair-Technologie Nebel als Leinwand verwendet werden kann, ermöglicht es außerdem platzsparende Darstellungen von Bildern ohne z.B. das umständliche Ein- und Ausrollen einer Leinwand. Das Gefühl bei der Bedienung ist aufgrund der ausbleibenden Feuchtigkeit recht angenehm, da nur ein leichter, kühler Luftzug zu spüren ist, allerdings war in der Praxis die Auflösung des Displair nicht perfekt, da die Nebelwand durch Verwirblungen nicht immer richtig “glatt” und durchgängig war. Auch hat sich die gespiegelte Projektion nicht nur für die Kamera, sondern auch für das Auge als nicht umbedingt sehr angenehm erwiesen, jedoch lässt sich dieses Problem wohl durch eine Umpositionierung von Spiegel und Projektor schräg unter das Displair lösen.

Was haltet ihr von dieser Art der “körperlosen” Leinwand? Schreibt uns dazu doch mal in die Kommentare und vergesst nicht euch das Video zum “Displair” unter “Weiterlesen” anzuschauen, welches wir für euch auf der Cebit vor Ort aufgenommen haben.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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