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Feb 28

Kuriose Geräte #88: Myo Gestensteuerung

Das Thema Gestensteuerung erfährt in den letzten Wochen und Monaten immer mehr Aufmerksamkeit und viele Technologien wie Kinect oder The Leap bieten innovative Möglichkeiten, Geräte aller Art mit Bewegungen des eigenen Körpers auf intuitive Art und Weise zu bedienen. Jede dieser Technologien ist jedoch aufgrund ihrer Funktionsweise an einen Ort gebunden, sei es an den Fernseher, wie es bei der Nintendo Wii oder bei Kinect der Fall ist oder wie bei Leap an den jeweiligen Arbeitsplatz. Mobile Gestensteuerung ist zwar auch möglich, funktioniert aber meist nur Beschleunigungssensor (bei Tablets oder Smartphones). Die Thalmic Labs entwickeln nun allerdings ein nützliches Gadget, mit der Bewegungen des Körpers auf eine komplett andere Weise statt mit einer Kamera erkannt und in Signale für Computer, Smartphones und andere Geräte umgesetzt werden – das Myo Gesture Control Armband:

Myo Gesture Control

Wie ihr im dazugehörigen Video unter „Weiterlesen“ sehen könnt, wird das Myo-Armband am oberen Teil des Unterarms, kurz vor der Armbeuge angeschnallt. Ist es nun aktiviert, ermöglicht es die Gestensteuerung diverser Geräte auf zwei verschiedene Arten: Erstens mit der bereits in fast allen Geräten etablierten Gyroskop-Technik, die Drehungen und andere Bewegungen des Armbands selbst erkennt und zweitens mit den integrierten Muskel-Sensoren:

Wie auf dem Bild sofort zu erkennen, befinden sich an der Innenseite des Myo Gestensteuerungs-Armbandes rund herum spezielle Sensoren, die ähnlich wie beim iBrain elektrische Signale des Körpers empfangen kann, jedoch nicht im Gehirn, sondern in den Nerven, welche die Muskeln des Armes versorgen. Die Technologie nutzt jedoch nicht die Signale, die an den Unterarm geschickt werden, sondern eigentlich diejenigen, welche für Bewegungen der Hand und der Finger zuständig sind, denn auch diese rufen Reaktionen in den Unterarm-Muskeln hervor. Nach vorher durchgeführter Kalibrierung erkennt das Myo-Armband also Bewegungen der Hand wie z.B. das Faust-Ballen, das Fingerschnipsen oder das Peace-Zeichen.

Als Anwendungsbeispiele präsentiert das Video z.B. die Nutzung für die Navigation in Präsentationen, die Steuerung von Media-Dateien auf dem Computer, das Steuern eines Quadrocopters oder ganz exotisch das Hochladen von Stunt-Clips während des Snowboardfahrens. Geplant ist der Release für Ende 2013 und der Preis liegt aktuell bei 149 Dollar, jedoch sollten Interessenten aufgrund der begrenzten Stückzahl die Möglichkeit der Vorbestellung wahrnehmen. Schaut euch das Video unten mal an und schreibt uns in den Kommentaren doch einmal wie ihr diese Technologie findet und ob das Myo-Armband etwas für euch wär.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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