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Dez 28

Kuriose Geräte #85: Keks-Drucker

Zwar ist Weihnachten schon seit einigen Tagen vorbei, aber wir möchten das heutige kuriose Gerät umbedingt mit euch teilen. Was an Weihnachten abseits von Geschenken, Weihnachtsbäumen und Glühwein niemals fehlen darf, ist das Backen von Plätzchen aller Art. Wie man den zubereiteten Teig in die finale Form bringt ist dabei jedem selbst überlassen, sei es durch Abschneiden von der Rolle, dem Spitzen oder dem allseits beliebten Ausstechen mit Förmchen. Vor allem das Ausstechen ermöglicht eine schier unüberschaubare Vielfalt an Formen wie Sterne, Herzen, Tannenbäume oder alles andere. Studenten des Designlab Coburg haben nun jedoch einen der langsam in Mode kommenden 3D-Drucker so umgebaut, dass er Kekse drucken kann:

Keks-Drucker

Als Basis für den Keks-Drucker verwendeten die Studenten den auf Basis des RepRap-Opensource-Druckers entwickelten Claystruder 1.1, der bereits für gröberes Druck-Material nämlich Ton zur Porzellan-Herstellung konzipiert ist. Statt Ton wird jedoch in die, an eine Spritze erinnernde Lager-Kammer ein Keks-Teig gefüllt, der jedoch weder zu fest sein darf (um problemlos “gedruckt” werden zu können) noch zu flüssig, damit die rohe, gedruckte Keks-Masse nicht wie Pfannkuchenteig verläuft. Ist der Teig eingefüllt, beginnt der Drucker die vorher im Computer modellierte Keks-Form als 3D-Objekt direkt auf haftfreies Backpapier zu drucken. Das Ganze seht ihr natürlich wie gewohnt unten unter “Weiterlesen“.

Zum Abschluss muss man nur noch das Backpapier mit dem gedruckten Keks-Teig in den Backofen stellen und einige Minuten backen. Nun kann man einen einzigartigen, nicht mit Ausstechformen herstellbaren Keks dem Ofen entnehmen und gegebenenfalls noch mit Glasur und anderen Materialien optisch und geschmacklich aufwerten. Zu beachten ist natürlich, dass man sich bei der Modellierung des Kekses nicht zu feine Strukturen überlegt, denn wie bei Keksen üblich, geht der Teig beim Backen auf und zu kleine Öffnungen in der Keks-Struktur wachsen dadurch gegebenenfalls zu. Und auch wenn man nicht viele Kekse in der selben Zeit wie beim normalen Keks-Backen gebacken bekommt, so ist doch jeder der Kekse etwas ganz Besonderes und da man sie mit dem Keks-Drucker flächenmäßig sogar deutlich größer bekommt, kann man sie auch einzeln verschenken wie es zum Beispiel bei Lebkuchenherzen der Fall ist. Was haltet ihr von gedruckten Keksen?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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