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Sep 21

Kuriose Technik #61: Touchscreen Authentifizierung

Touchscreens haben vor allem im mobilen Bereich mittlerweile die normalen Tastaturen abgelöst und nur noch eine Hand voll Hersteller wie z.B. Blackberry produzieren noch Geräte mit Hardware- statt Software-Tastaturen. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit, bis jemand auch noch eine andere Anwendung für kapazitive Touchscreens als nur die Eingabe von Befehlen entwickelt. Eben dies ist Forschern des Winlabs an der Rutgers University gelungen. Es handelt sich dabei um eine Touchscreen-Nutzerauthentifizierung:

Diese Technik nutzt die Fähigkeit von kapazitiven Touchscreens, Strom leiten zu können. Mithilfe eines speziellen Ringes, wird eine leichte Spannung auf den Touchscreen übermittelt. Diese Spannung kann mit Daten “beladen” werden, die so auf das Gerät übertragen werden. Je nach Art der Daten “weiß” das Gerät also, dass welcher Mensch es gerade benutzen wird. Durch diese Authentifikation ist es also möglich, verschiedene Nutzerprofile anzulegen, wodurch jedem Benutzer eigene Einstellungen zugewiesen werden. Diese umfassen zum Beispiel installierte Programme, gespeicherte Lesezeichen und viele andere nutzerspezifische Daten.

Eine besondere Funktion, die sich die Forscher von dieser Technik versprechen, ist die des Datenschutzes: Durch die zweifelsfreie Zuordnung des Benutzers könnte zum Beispiel Online Banking und andere sicherheitsabhängige Anwendungen deutlich effektiver gesichert werden.

Noch benötigt der Ring zur Speicherung der Nutzer-Daten noch ein externes Gerät, welches am Handgelenk befestigt wird, durch Miniaturisierung soll dies jedoch alles in den eigentlichen Ring “verpackt” werden können. Um die Technik effektiv zu machen, müssen allerdings auch die Touchscreen-Firmwares und die Bildschirme selber verbessert werden, da aktuell nur eine sehr langsame Übertragung von kleinen Datenmengen möglich ist. All dies hat gegenüber herkömmlichen Sicherheitseinrichtungen wie Retina-, Fingerabdruck- oder Stimmen-Scanner den Vorteil, dass es weder ein zusätzliches Gerät (abgesehen von dem Ring) benötigt und auch deutlich diskreter ist als z.B. das laute Sprechen zur Stimmerkennung. Seht ihr darin eine Zukunft und was für Funktionen können damit noch besser auf die Nutzer angepasst werden?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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