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Sep 14

Kuriose Geräte #61: EyeRing

Viele Menschen, die an einer Sehbehinderung leiden, verfügen nur über Hilfsmittel wie Brillen, Blindenstöcke oder Blindenschrift. Vor allem Blinde sind dadurch sehr eingeschränkt, da ihre Welt nur noch aus Formen besteht und ihnen viele Details wie Farben, Schriften etc. entgehen. Um den Blinden diese fehlenden Details doch noch zugänglich machen zu können, hat  Fluid Interfaces, das Media Lab des MIT, ein Konzept für ein Gerät entwickelt, mit dem das Sehen auf einen anderen funktionierenden Sinn, nämlich das Hören, übertragen wird – den EyeRing:

Beim EyeRing handelt es sich um einen, in der aktuellen Entwicklungsphase etwas klobigen Ring für den Finger, der mit einer speziellen Mikrokamera, einem Daumen-Button sowie einem Funkchip ausgestattet ist. Die Kamera nimmt dadurch immer genau das auf, worauf man mit dem Finger zeigt. Über den Funkchip wird das Aufgenommene dann auf ein Smartphone übertragen, welches dann mit einer dazugehörigen App die Daten verarbeitet und über die Kopfhörer ein dazugehöriges Feedback ausgibt. Über ein in die Kopfhörer integriertes Mikrofon kann der Benutzer den Modus des EyeRing per Sprachbefehl geändert werden und mit dem Daumen-Button nimmt man mit der Mikrokamera ein Bild auf, welches anhand des eingestellten Modus verarbeitet wird:

Die einstellbaren Modi umfassen zum Beispiel einen Farben-Modus, welcher einem z.B. die Farbe von Kleidungsstücken verrät oder einen Raumerkennungs-Modus, mit dem man sich sagen lassen kann, wieviel Platz bis zum nächsten Hindernis noch vor einem liegt, was praktisch die digitale Variante eines Blindenstocks ist. Diese Modi und noch einige weitere findet ihr in dem dazugehörigen Video, welches ihr wie immer unter “Weiterlesen” findet. Denkt ihr, dass per Stimme im Ohr das nicht Gesehene detailiert genug wiedergegeben kann? Schreibt doch dazu mal etwas in die Kommentare.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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