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Sep 08

Kuriose Geräte #59: Cocktail Maschine

Die professionelle Cocktail-Zubereitung ist schon lange zu einer Kunstform erhoben worden und das „Jonglieren“ mit Flaschen und Shakern erfordert ein hohes Maß an Talent und Übung. Allerdings sind auch speziell konstruierte Maschinen beeindruckend anzusehen und so wurde nun auch das Cocktail-Mischen auf eine solche Maschine ge-outsourced. Diese trägt den Namen „The Inebriator„:

Kern der Maschine ist ein Ardunio-Controller, der auch den bereits vorgestellten Angry-Birds-Controller steuert, allerdings übernimmt der Chip im Falle des Inebriators die Steuerung folgender Module:

  • Der Schlitten, auf dem das zu befüllende Glas steht, wird von einem Schrittmotor stufenlos bewegt bzw. beschleunigt, wodurch ein Überschwappen verhindert werden kann.
  • Auf einem Display inklusive Buttons kann man die verschiedenen Cocktails, deren Zubereitung die Maschine beherrscht wählen. Außerdem kann mit einem speziellen RFID-Leser eine Art Administrator-Modus eingeschaltet werden, der speziellere Einstellungen ermöglicht.
  • Belastungssensoren unter dem Trinkglas-Schlitten verhindern, dass Saft oder Spirituosen ausgegeben werden, solange kein Glas unter dem Ventil steht, wodurch ein versehentliches Verschütten ebenfalls ausgeschlossen wird.
  • Jede nicht-alkoholhaltige Flasche befindet sich in einem kühlenden Tank. Jede von ihnen verfügt über zwei Schläuche: Durch den einen wird ein Stickstoff-CO2-Gemisch in Flasche geleitet, wodurch ein sicherer Überdruck entsteht. Dieser ist nötig, damit der Saft beim Öffnen des Ventils herausgedrückt wird, statt von selbst zu fließen. So kann über die Dauer der Ventil-Öffnung wesentlich präziser die ausgeschüttete Flüssigkeitsmenge reguliert werden.
  • Die Spirituosen werden mit gewöhnlichen Dosierern ausgegeben, bei denen pro einmal Drücken immer eine feste Menge Flüssigkeit austritt. Diese werden ebenfalls durch Motoren gesteuert.
  • Ein System von LED´s sorgt nicht nur für eine gewisse Atmosphäre, im Trinkglas-Schlitten befinden sich außerdem verschiedene Farben, die den Status der Zubereitung zeigen: Rot bei laufender Zubereitung, lila bei laufender Befüllung mit einer der Zutaten oder blau, wenn der Drink fertig ist.

Natürlich sind auf dem Chip außerdem alle Drinks gespeichert, also welche Zutaten und deren Reihenfolge. Die Maschine kann zwar nicht jeden erdenklichen Cocktail herstellen, da für viele ja Shaker, Mixer oder ähnliche andere Methoden nötig sind, aber für einen Selbstbau ist sie doch ein beeindruckendes Stück Technik. Würdet ihr euch sowas Zuhause in die Küche oder in eure Hausbar stellen?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

6 Kommentare

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  1. Oliver

    Coole Maschine 🙂 Wenn Sie jetzt noch etwas schneller wäre, wäre sie warscheinlich auch Bartauglich 🙂

    1. Sintox

      Ist ja nur ein Prototyp, aber zu schnell darf es auch nicht werden, sonst schwappt es über 🙂

  2. name

    Geiles Teil O.O! Sieht leider so aus als würde es sehr teuer sein. Ansonsten würd ich es direkt kaufen *.*

    1. Sintox

      Ist selbst gebaut, kannst du dir sicher also mit ein wenig Aufwand auch machen 😉

      Das Video funktioniert jetzt übrigens auch wieder.

  3. Stefan

    Hallo,
    Wirklich tolle Maschine!
    Meine Frage, gibt es paar Baupläne davon ?
    Würde es sehr gerne nachbauen bzw. Ein paar eigene Gedanken mit ein Fließen lassen.
    Mit freundlichen Grüßen

    1. Sintox

      Es gibt ein wenig zur Technik unter: http://www.theinebriator.com/techie-stuff/

      Baupläne oder so habe ich nicht gefunden, aber da das Ganze technisch recht einfach gehalten wird, muss man sich fast nur noch das Design selbst überlegen. Irgendwo ein paar Schläuche, Pumpen und Ventile hinbauen kann ja eigentlich jeder, nur bei LED´s muss halt der Look stimmen 🙂

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