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Jul 13

Kuriose Technik #41: Rückgängig-Drucker

Wenn man einen Text mit Bleistift geschrieben hat, kann man ein unbeschriebenes Papier zurückerhalten, indem man einen Radierer benutzt. Für Füller-Tinte gibt es eine ähnliche Methode, nämlich den Tintenkiller, jedoch schädigt diese das Blatt bei häufigerer Benutzung. Hat man jedoch ein Blatt im Drucker bedruckt, lässt sich die Tinte nicht mehr entfernen, sodass das Blatt für weitere Nutzung verloren ist und erst durch kostspieliges und mitunter Umweltschädigende Methoden recycled werden muss. An der Universität Cambridge wurde jedoch nun eine Technik entwickelt, mit der man den Druck- bzw. Kopiervorgang rückgängig machen kann. Diese trägt den Namen Un-photocopying:

Durch diese Technologie kann der Toner eines Laserdruckers wieder von dem Papier entfernt werden, wodurch das blanke und wieder nutzbare Papier zurückbleibt. Für diese Technik wird ebenfalls ein Laser, jedoch mit anderer Wellenlänge (grün, da es vom schwarzen Toner am besten absorbiert wird) verwendet, um die Farbe nicht auf das Papier zu bannen, sondern sie davon zu verdampfen. Die Impulse des Lasers sind dabei so kurz, dass zwar die Tinte verdampft wird, das Papier jedoch bei der entstehenden Hitze kein Feuer fängt. Leider begrenzt dies auch die Häufigkeit, mit der man das Verfahren nutzen kann: Zwar verbrennt das Papier durch den Laser nicht, jedoch werden immer mehr Fasern geschädigt, sodass irgendwann die Integrität des Papiers beeinträchtigt wird (siehe Foto: Links unbeschädigt, rechts beschädigt). Aber auch beim Radieren von Bleistift schädigt man die Fasern in ähnlicher Weise.

Nachdem diese Technik so bald wie möglich den Weg in Büros und Haushalte finden soll, arbeiten die Forscher auch an einer Methode, um in Tintenstrahl-Druckern erzeugte Papiere wieder “sauber” zu bekommen. Der Prototyp kostet allerdings 19.000 Euro und würde sich erst lohnen, wenn man mit ihm 1 Millionen Blatt Papier reinigt und er nur 17.000 Euro kosten würde. Für Privathaushalte ist er also noch keine sinnvolle Investition.

Vor allem da Papier immer knapper wird und das Recycling auch viele negative Seiten hat, stellt diese Technik eine sinnvolle Entwicklung da, vor allem wenn sie aufgrund der bereits erfolgten Etablierung von Laser-Technik im Privatgebrauch auch bald in Privathaushalten rentabel wird. Was haltet ihr davon?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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