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Jul 12

Kuriose Technik #40: Anti-WLAN-Tapete

Neben UMTS ist das WLAN die meistgenutzte Art, sich unterwegs mit dem Internet zu verbinden. Dies ist möglich, da mittlerweile jede Wohnung, jedes Haus und jede öffentliche Einrichtung mit WLAN ausgestattet ist – oft geschützt aber auch manchmal ungeschützt. Natürlich wurden mit WPA und WPA2 immer sichere Verschlüssungsmethoden entwickelt, jedoch sind die Daten nach Absenden immer frei empfangbar, egal ob sicher oder nicht, da vom Router gesendete Daten nicht an Raum-Wänden Halt machen können. Es wurde aber nun von französischen Forschern etwas entwickelt, um ein eben solches Stop-Schild an die Raum-Wände zu hängen – die Anti WLAN Tapete:

Diese verhindert, dass WLAN-Signale aus dem Raum hinausgelangen, der mit ihr tapeziert wurde. Dies wird möglich, da die Spezial-Tapete aus Metapapier besteht: Durch spezielle Muster aus Silbertinte werden pro Tapete bis zu drei Signale mit verschiedenen Frequenzen wie der gängigen 2,4 Gigahertz Frequenz reflektiert und somit am Verlassen des Raumes gehindert. Die Reflektion verstärkt sogar theoretisch innerhalb des Raumes die Signalstärke des WLAN. Da die Muster nur bestimmte Signale reflektieren, macht sie den Raum auch nicht zu einem faradayschen Käfig, sodass Handy-, Radio- oder andere Signale immernoch ungehindert gesendet und empfangen werden können.

Durch Anpassung der Frequenzen-Spezifität könnten auch andere Anwendungsgebiete für diese spezielle Tapete gefunden werden, um zum Beispiel Krankenhäuser und andere Funk-sensible Bereiche zu schützen. Außerdem könnten z.B. Hotelbetreiber ihr kostenloses WLAN nur für ihre Gäste schützen ohne Schutz-Software verwenden zu müssen. Zwar soll die Tapete bei Auslieferung nicht mehr kosten als ein mittelpreisige Normal-Tapete, jedoch müssen für die komplette Schutzwirkungen neben den Wänden auch Boden und Decken der Räume damit bedeckt werden. Für Fenster müsste außerdem eine kostenintensivere, transparente Variante entwickelt werden. In Anbetracht dessen sollte man vielleicht doch zu einer kabelgebundenen Verbindung zum Schutz seiner Daten greifen. Haltet ihr es denn abseits dessen für eine gute Idee?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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