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Jul 04

Kuriose Technik #37: T-Shirt-Batterie

Die Abhängigkeit von Technik zeigt sich nicht nur darin, dass heutzutage jeder mit einem Smartphone herumzulaufen scheint, sondern dass überhaupt in jedem Alltagsgestand Elektronik zu stecken scheint. Dies hat aber auch den Nachteil, dass der kleine Bruder des EM-Impuls, nämlich der leergelaufene Akku den Super-GAU für die meisten Menschen bedeutet. Da jedoch meistens unterwegs keine Steckdosen zur Verfügung stehen und man nicht immer Platz für eine Powerbank ist, benötigt man eine Alternative. An der Universität von South Caronlina hat nun jedoch das Forscher-Team von Xiaodong Li eine Möglichkeit entdeckt, etwas in eine Stromquelle zu verwandeln, dass Menschen sowieso jederzeit am Körper tragen: Kleidung. Daher haben sie eine T-Shirt Batterie entwickelt:

Die Basis der „T-Shirt Batterie“ ist zunächst nur ein stinknormales T-Shirt vom Discounter. Dieses wird in eine Fluorid-Lösung getaucht und anschließend bei hohen Temperaturen unter Sauerstoff-Ausschluss (um Verbrennen bzw. Verkohlen zu verhindern) „gebacken“. Durch diese Prozedur wird die Zellulose, aus denen die Baumwollfasern bestehen zu aktiviertem Kohlenstoff, welcher immer noch die wichtige Flexibilität besitzt, die Kleidung haben sollte. Diese neuen Fasern machen aus dem T-Shirt einen Kondensator, der die Fähigkeit besitzt, Strom zu speichern. Um die Effektivität zu steigern, beschichteten die Forscher die aktivierten Kohlenstoff-Fasern mit Mangan-Nanopartikeln.

Indem man dann das T-Shirt mit Elektroden an ein Smartphone oder Tablet anschließt, kann man diese wieder mit Strom versorgen. Auch nach tausenden Lade-Entlade-Zyklen ist die Effektivität bzw. Kapazität um nicht mehr als 5% gesunken. Laut den Forschern handelt es sich dabei um eine günstige und umweltschützende Technik, da sie kein Erdöl oder gefährliche Chemikalien benötigt. Würdet ihr eine Batterie als T-Shirt tragen?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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