«

»

Jul 01

Kuriose Technik #36: Interaktives Schul-Werkzeug

Da Technik immer stärker in unser tägliches Leben integriert wird, müssen vor allem Kinder schon früh mit dieser in Verbindung gebracht werden, um den Umgang damit zu verinnerlichen. Kinder sind natürlich nicht ganz so aufnahmefähig, sodass man die eigentlich hochkomplizierte Technik so vereinfachen muss, dass der Umgang damit die Kinder nicht überfordert. Dazu haben sich Tobias Precht und Jonas Kimmelmann besondere Gedanken gemacht und ein Konzept für ein interaktives Werkzeugset für die Schule entwickelt:

Kern dieser Idee ist ein, auf Din A3-Größe aufklappbarer Touchscreen inklusive Computer. Auf diesem läuft eine, vom Design her simpel gehaltene Software, die dem Kind die Interaktion ermöglicht. Komplettiert wird das Werkzeugset jedoch erst durch die eigentlichen Werkzeuge, von denen es fünf verschiedene gibt. Darunter befinden sich zum Beispiel eine Kamera und ein Mikrofon, mit denen das Kind seine Umwelt digitalisieren kann und diese daraufhin die aufgenommenen Daten auf den Computer laden und dann lernt, was es mit diesen Objekten auf sich hat und wie man sie mit Technik aus anderen Blickwinkeln betrachten kann. Im Video sieht man zum Beispiel, dass mit der Kamera eine Fliege fotografiert wird, über deren Anatomie das Kind dann mit dem Computer alles Wichtige zu Lernen im Stande ist. Ein mit dem Mikrofon aufgenommenes Geräusch kann in einem Musik-Programm dann in eine einfache Notenkomposition verwandelt werden.

Damit stehen dem Kind natürlich nicht nur deutlich mehr Möglichkeiten zu, als Hausaufgaben dann zum Beispiel Daten zu sammeln (früher hat man z.B. Blätter gesammelt und eingeklebt) sondern es ergeben sich auch Anwendungsbereiche für die Zeit in der Schule: Durch eine Verbindung des Schüler-Computer mit dem des Lehrers kann der Lehrer direkt alles was normalerweise “nur” an die Tafel geschrieben würde, direkt auf den Computer der Kinder schicken. Dies können neben neuen Hausaufgaben auch wichtige Unterrichtsmaterialien wie Texte, Bilder, Videos oder Lieder sein, die auch heute schon in Grundschulen verwendet werden.

Die Grundkenntnisse, die die Kinder erlernen sollen, treten natürlich nicht in den Hintergrund, denn es gibt weder einen Taschenrechner, mit dem die Kinder in Mathe schummeln können, noch gibt es einen Zwang für eine Tastatur, sodass die Kinder mit dem beiliegenden Touchpen auch ganz normal schreiben lernen können. Das ganze ist natürlich noch ein Konzept, jedoch sind die Vorteile kaum abstreitbar.

Was denkt ihr darüber? Findet ihr diese sehr starke Technik-Integration in die Ausbildung kleiner Kinder sehr übertrieben und seht ihr darin Gefahren oder seid ihr auch der Meinung, dass bei heutigen technischen Entwicklungen der Umgang mit Technik den Kindern nicht früh genug beigebracht werden kann?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

[ratings]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>