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Jun 26

Kuriose Geräte #37: iBrain

Das Prinzip des Gedankenlesens beschäftigt schon seit Ewigkeiten nicht nur Zaubershow-Magier oder Geheimdienste, sondern auch alle anderen Menschen. Jeder verspricht sich viele Vorteile davon zu wissen, was sein Gegenüber denkt. Da Gedanken jedoch nicht nur lesbar sind sondern auch für alle Bewegungen und Vorgänge im Körper essentiell sind, sind Forscher schon seit Längerem bemüht, die Signale des Gehirns zu isolieren und ihnen ihre jeweile Bedeutung zuzuordnen. Die Firma Neurovigil hat nun ein sehr kleines Gerät entwickelt, welches sehr effektiv Gehirnwellen aufzeichnen und mit entsprechender angeschlossener Hardware auch in Aktionen übersetzen kann – es heißt iBrain:

Die Elektroden zur Aufnahme von Hirnwellen befinden sich bei diesem Gerät in den Lederbändern, die sich um den Kopf spannen. All ihre Daten laufen in einer kleinen Box oben auf dem Kopf zusammen wo sie mit einem Zeitstempel gespeichert werden, um die Ergebnisse zum Beispiel bestimmten Aktionen der Test-Person zuzuordnen. Ausgelesen werden können diese Daten dann per USB-Anschluss und anschließend auf dem PC ausgewertet. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Gerät um ein kleineres und genaueres EEG.

Von dieser platzsparenden Technik erhoffen sich die Forscher zwar nicht die Fähigkeit Gedanken zu lesen, aber sie wollen erreichen, dass vor allem Menschen, die körperlich durch Nervenschäden eingeschränkt sind wieder die Möglichkeit bekommen, Bewegungen auszuführen. Dabei werden die geschädigten Nervenbahnen übersprungen, indem das Bewegungssignal über iBrain aufgenommen und per Kabel z.B. an eine spezielle Protese weitergeleitet wird.

Mit dem berühmten Physiker Stephen Hawking, der an der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose leidet, die für eine Degenerierung des motorischen Nervensystems verantwortlich ist, testeten die Forscher ihr Gerät: Da Hawking sich zwar die Bewegung seiner Hände vorstellen kann, diese aber nicht umgesetzt werden, baten die Forscher ihn daran zu denken, dass er seine Hand bewegt. Daraufhin zeichnete das Gerät Gehirntätigkeit auf. In Zukunft sollen dadurch verschiedene Bewegungen aufgezeichnet werden, darunter auch Tätigkeit des Sprachzentrums, wodurch Personen wie Stephen Hawking wieder die Fähigkeit bekommen sollen zu Sprechen (auch mit Hilfe eines Computers).

Diese Technologie bietet zwar sehr viele Vorteile, jedoch muss diese noch deutlich länger verfeinert werden, damit im späteren Gebrauch keine Falsch-Übersetzungen von Gehirnwellen zur Gefährdung des Nutzers führt. Wie seht ihr das?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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