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Jun 13

Kuriose Geräte #32: Selbst-komponierendes Keyboard

Viele Menschen beschließen in ihrem Leben ein Instrument zu lernen, jedoch erfordert dies eine Menge Zeit und Lerndisziplin, denn die meisten Instrumente meistert man nicht in ein paar Monaten. Die beliebtesten Instrumente sind wahrscheinlich die Gitarre und das Klavier/das Keyboard und vor allem letzteres bietet eine solche Vielfalt an Spielmöglichkeiten, dass wohl die wenigsten alles spielen können, was möglich ist. Unser heutiges Gadget ermöglicht es aber auch Laien, die erst ein paar mal auf dem Keyboard “geklimpert” haben, ein vollwertiges Musikstück zu spielen – das selbst-komponierende Keyboard:

Was auf dem Bild so aussieht wie ein Kinderspielzeug-Keyboard ist auch eins, jedoch benötigt man für die “Selbst-Komponieren-Funktion” auch eigentlich das kleine Gerät, welches ihr links daneben seht. Dieses ist im Prinzip erstmal nur ein altes Telefontasten-Keyboard, welches als Steuerung für die Funktionen des damit verbundenen Mikrocontrollers fungiert. Dieser Mikrocontroller ist im Prinzip das Herzstück der Technik:

Das einzige was er benötigt um ein Musikstück zu komponieren sind nämlich zum einen mindestens 2 selbstgespielte Noten sowie die Entscheidung, ob das komponierte Stück später fröhlich (Dur-Klang) oder sanft (Moll-Klang) klingen soll.  Mit einer Markow-Wahrscheinlichkeitsmatrix berechnet der Mikrocontroller dann, wie das Musikstück nach den gespielten Noten weitergehen könnte. Je mehr Noten man vorher gespielt hat, desto besser bzw. ergiebiger ist die Basis, auf der das automatisch komponierte Stück basiert.

Damit das ganze nicht komisch klingt, wird das erzeugte Stück noch durch einen Filter geschickt, der unnatürliche Notenübergänge anpasst. Zur Ergänzung fügt der Mikrocontroller außerdem passende, aber zufällig gewählte Akkorde hinzu, damit kein langweiliger Klang entsteht. Als Ausgabeform steht zunächst nur gewöhnlicher E-Piano-Sound zur Verfügung.

Ob das ganze zur Marktreife weiterentwickelt wird und ob es genügend Anwendung findet, steht zwar noch in den Sternen, jedoch bietet dieses System natürlich auch Menschen, die sich mit dem Instrument-Lernen schwer tun Erfolgserlebnisse, die zum Weitermachen motivieren. Seht ihr das ebenfalls so oder denkt ihr, dass dem “Musiker” dabei zu viel eigene Arbeit abgenommen wird?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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