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Jun 12

Kuriose Technik #28: Touché Berührungserkennung

In den vergangenen Wochen haben wir euch öfter verschiedene Steuerungssysteme für Computer, Tablets oder Smartphones vorgestellt, unter denen die Besondersten wohl die The Leap 3D-Raum-Steuerung, das Makey Invention Kit und der Real-Button Touchscreen waren. Die beiden letzten Beispiele basieren auf dem System der kapzititven Berührungssteuerung, die jedoch den Nachteil besitzt, dass sie nur binär funktioniert – also entweder es findet eine Berührung statt oder nicht. Dies schränkt jedoch die Informationsmenge, die mit jedem Signal übertragen werden kann. Eine alternative Signalübermittlungsmethode basiert jedoch nicht nur auf dem Auftreten von Signalen sondern auf deren Intensität. Diese Technik will nun die Forschungsgruppe „Disney Research“ auf alltägliche Anwendungsgebiete übertragen und nennt dies „Touché“ (von „Berühren“):

Das bekannteste Beispiel für die binäre Signalübermittlung sind Computer und für die „Intensität-beachtende“ Signalübertragung das Gehirn. Diese Technik soll also auf im Alltag gebräuchliche Gegenstände angewendet werden, sodass Menschen die Interaktion mit der Umwelt völlig neu erleben:

Während der Strom bei normaler Berührungssteuerung nur in einer Frequenz fließt (was der Grund für die binäre Signalübertragung ist), ermöglicht die „Touché“-Technik durch verschiedene Strom-Frequenzen eine Unterscheidung von Berührungsarten. Im Video, welches ihr unter „Weiterlesen“ findet, stellen die Entwickler auch direkt verschiedene Gegenstände vor, die mit der Technik genutzt werden können. Es erkennt zum Beispiel, wie man einen Türknauf anfasst (mit der ganzen Hand oder nur mit einigen Fingern) oder wie viele Finger man in ein Wasserbecken taucht.

Als spätere Anwendungsgebiete nennen sie z.B. dass man z.B. Licht in einem Raum ausschalten kann, wenn der Letzte den Raum verlässt und die Tür hinter sich schließt. Es kann außerdem mit dem menschlichen Körper benutzt werden, sodass verschiedene Aktionen wie das Berühren von Händen mit verschiedenen Anzahlen von Fingern unterschiedliche Signale erzeuge und zum Beispiel zur Steuerung von Smartphones genutzt werden kann. Etwas kurios ist ein Sofa, welches den Fernseher einschaltet wenn man sich draufsetzt und ausschaltet wenn man aufsteht. Im Prinzip handelt es sich also um ein erweitertes Makey Invention Kit.

Welche Anwendungsgebiete könntet ihr euch vorstellen im Vergleich zu Makey? Wir freuen uns auf eure Ideen in den Kommentaren.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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