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Jun 08

Kuriose Geräte #30: iTotal Control Herd

Wenn man in den Urlaub fährt, dann stellen sich in den ersten Minuten nach der Abreise viele Fragen, unter anderem z.B. „Haben wir alle Türen und Fenster geschlossen?“ oder ganz klischeemäßig „Haben wir den Herd ausgeschaltet?„. Auf diese zweite Frage hat der britische Küchenprodukte-Hersteller AGA zwar nicht direkt eine Antwort, aber er bietet den Kunden, die das aktuelle Gerät kaufen die Möglichkeit, es selbst zu fragen, nämlich den sogenannten iTotal Control Herd:

Dieser Herd fällt zwar zunächst eher durch sein antikes Design auf, jedoch steckt hinter dem ganzen eine Menge Technik, die ihn zu etwas Besonderem machen: Er bietet neben zwei Heizplatten auf der Oberseite auch einen Röst-, Koch- und Backofen. In der letzten verbleibenden Klappe (im Bild oben links zu sehen) befindet sich ein Control-Panel, welches dem Herd erst seinen hoch-technisch erscheinenden Namen verleiht – zumindest teilweise: Mit diesem lassen sich nämlich alle Platten und Öfen per Touchoberfläche ansteuern bzw. bedienen.

Allerdings verdient der iTotal Control Herd das Apple-übliche „i“ im Namen aus einem anderen Grund, der uns auch wieder zu der obigen Frage „Habe ich den Ofen ausgeschaltet?“ zurückführt. Der Herd lässt sich nämlich aufgrund seines integrierten Internetanschlusses von Unterwegs aus steuern! Dies geht auf 3 Arten:

  • Per SMS können die einzelnen Teile des Herdes mit speziellen Texten wie „All Zones Off“ gesteuert werden. Wird eine Funktion aktiviert meldet sich der Ofen auch mit einer SMS zurück und bestätigt die Aktion.
  • Über eine, für jeden Herd einzeln angepasste Website kann der Ofen per Computer, Smartphone etc. mit ähnlichen Buttons gesteuert werden, die auch auf dem eingebauten Control-Panel zu finden sind.
  • Für iPhone und Android-Smartphones/Tablets gibt es außerdem App, die ebenfalls das selbe Interface wie Website und Control-Panel bieten.

Möchte man jedoch den Herd kaufen, so muss man zunächst tief in die Tasche greifen, da dieser selbst mit 12500 Euro zu Buche schlägt und zusätzlich nur in Kombination mit einer speziellen Flatrate für SMS mit 8 Euro pro Monat erhältlich ist. Diese sollte jedoch bei einem solch stolzen Kaufpreis kaum ins Gewicht fallen.

Darf man jedoch erst einmal den Herd sein Eigen nennen, so kann man nicht nur nach der Urlaubs-Abreise den Status seines Herdes checken, man kann jedoch auch z.B. auf dem Nachhause-Weg den Ofen für das anstehende Essen vorheizen oder ist auch Zuhause nicht mehr gezwungen, ständig in Reichweite des Ofens zu sein. Haltet ihr ein solches Produkt für sinnvoll (abgesehen vom Preis) oder seht ihr es eher kritisch, wie viel heutzutage miteinander vernetzt wird, wie bei den Facebook-Kleiderbügeln? Wir freuen uns diesbezüglich über Kommentare.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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