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Jun 01

Kuriose Technik #24: Lorentzkraft-Medikament-Injektor

Jedes Kind fürchtet sich vor ihnen und die meisten Erwachsenen lieben sie auch nicht umbedingt. Die Rede ist von Nadeln, wie man sie zwangsläufig mehrmals im Leben zu Gelegenheiten wie Impfungen oder Immunisierungen bekommt. Forscher am MIT haben es jedoch nun geschafft, einen spezielles Gerät zum Verabreichen von Medikamten, Impfstoffen etc. entwickelt, welches komplett ohne die schmerzhaften Nadeln auskommt. Es handelt sich dabei um einen Lorentzkraft-betriebenen Injektor:

Wie der Name schon vermuten lässt, wird bei diesem Injektor das Medikament nicht mit einer Feder durch eine Nadel und damit unter die Haut gedrückt, sondern der entsprechende Druckkolben und ein daran befestigter Permamagnet befinden sich in einer Spule und werden, bei Anlegen einer Spannung durch das entstehende, entgegengesetzte Magnetfeld (Lorentzkraft) nach vorne getrieben.

Durch die hohe Geschwindigkeit der Injektion entsteht ein Wirkstoff-Strahl mit dem Durchmesser eines Insekten-Stechrüssels, der praktisch durch die Haut geschossen wird. Wie man es von Insekten-Stichen kennt, spürt man diese kaum bzw. nimmt sich nur als lästiges Jucken wahr, wodurch der abschreckende Schmerz einer Injektion “ausgeschaltet” wird. Wie es genau funktioniert, seht ihr im Video unter “Weiterlesen“.

Die komplette Computer-Steuerung des Geräts ermöglich nicht nur variable Injektions-Geschwindigkeiten sondern auch auch die Abgabe unterschiedlicher Mengen oder auch die nachträgliche Extraktion von Wirkstoff aus der Haut. Durch den besonders dünnen Wirkstoff-Strahl sei auch eine Injektion durch die Retina des Auges oder das Trommelfell möglich, ohne diese zu verletzen.

Zwar funktioniert dieses Gerät nur mit Medikamenten, deren Moleküle durch die Haut passen und nicht bei “großen” Stoffen auf z.B. Protein-Basis, jedoch dürfte man mit den “klein-moleküligen Medikamenten” schon ein breites Spektrum der verabreichten Stoffe abdecken. Dass die meisten von euch schmerzfreie Impfungen etc. vorziehen ist mir zwar klar, aber sehr ihr eventuell auch Risiken bei der Verwendung von Maschinen für derartige Eingriffe in den Körper (vor allem am Auge und Ähnlichem)?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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