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Mai 24

Kuriose Technik #22: SketchSynth – Drawable Soundcontrol

Jeder hat sicher schon einmal die riesigen Mischpulte gesehen, die in Tonstudios oder auf Konzerten bei der Technik stehen und die teilweise hunderte Schiebe- und Drehregler auf im Vergleich dazu sehr kleiner Fläche besitzen. Um dort nicht den Überblick zu verlieren, ist entweder sehr viel Übung und Erfahrung nötig oder eine Beschriftung für jeden Regler – für die jedoch kaum Platz zur Verfügung steht. Für dieses Problem hat jedoch Billy Keyes, Student an der Carmegie Mellon University, eine besondere Lösung entwickelt. Diese trägt den Namen SketchSynth:

Und der Name ist passend gewählt, denn er bedeutet wörtlich übersetzt so etwas wie „gezeichneter Synthesizer“ und genau das ist es auch. Dabei hat Billy Keyes dem Ganzen folgende Funktionen angedacht:

Zunächst zeichnet man auf ein Blatt beliebiger Größe (nur begrenzt durch Kamera und Projektor – später) zunächst an beliebige Positionen aus einer „Sammlung“ von drei verschiedenen Symbolen, nämlich einem Kreis („Einmalschalter“), einem Rechteck („Switch“-Schalter, vergleich mit Lichtschaltern) und einen Strich der auf beiden Seiten durch senkrechte Striche begrenzt wird (Schiebe-Regler) und das am besten mit einem dicken Filzstift oder Edding. Dann kommt die dafür speziell entwickelte Software zum Einsatz: Diese erkennt mithilfe einer Kamera die Positionen und Formen der verschiedenen „Bedienelemente“ und leitet diese an einen Pico-Projektor weiter. Dieser projeziert dann genau an diese Stellen die virtuelle Variante der Schalter, wie man oben auf dem Bild schon erkennen kann.

Berührt man diese dann mit den Fingern oder fährt im Falle des Schiebereglers auf diesen entlang, wird dies ebenfalls von der Kamera erkannt und die projezierten Elemente verändern sich so, wie es auch ein echter, materieller Schalter getan hätte. Alle diese Informationen haben natürlich nicht nur Auswirkungen auf die Projektion, sondern auch auf die Software, mit der das gesamte System verbunden ist, wie zum Beispiel DJ-Programme oder Ähnliches.

Mit einem solchen System, wenn es denn zur Marktreife gebracht werden sollte, könnten sich alle „Mischpult-abhängigen“ Menschen ein genau für ihre Zwecke personalisiertes Mischpult „bauen“ was sehr viele Vorteile hat: Neben dem deutlich geringeren Preis, der normalerweise vom Material eines Mischpults herrührt, lässt sich ein solches Mischpult natürlich auch viel einfacher transportieren und Strom wird ebenfalls gespart. Bleibt nur noch die Frage, ob es auch in Clubs funktionieren würde, in denen DJ´s die Musik machen, denn dort gibt es sehr viele blinkende Lichter, die auch den DJ und sein Equipment „treffen“ und eventuell negative Auswirkungen auf die Projektion bzw. deren Erkennung hätte. Was haltet ihr davon? Sinnvoll oder Spielerei? Das Video dazu natürlich unter „Weiterlesen„.

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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