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Apr 30

Kuriose Geräte #18: Der RepRap 3D-Drucker

Egal ob Modelle, Prototypen oder Spielzeuge, für viele Zwecke werden heutzutage 3D-Drucker verwendet, da nicht alles in den üblichen Kunststoff-Pressen hergestellt werden kann. Diese 3D-Drucker gibt es in sehr großen Ausmaßen, die sogar Auto-Prototypen „drucken“ können, aber auch deutlich kleinere Varianten für eher kleinere Modelle. Unternehmen wie Brother stellen diese natürlich aus besonders hochwertigen Materialien und mit eigens programmierter Software für andere Unternehmen her, aber es gibt auch eine deutlich günstigere Varianten. Darunter auch der RepRap 3D-Drucker:

Wie auf dem Bild schon zu sehen ist, handelt es sich bei diesem Gadget eher um eine „zusammengebastelte“ Version eines 3D-Druckers, aber dies hat auch einen Grund: Sowohl Konstruktionspläne als auch Software für dieses Gerät sind Open-Source und unterliegen der GNU General Public Licence. Dies bedeutet, dass jeder der Zeit und Geld hat, sich die Pläne runterladen kann, die entsprechenden Teile kaufen und sich das Gadget selbst zusammenbauen kann.

Das Besondere ist aber: Alle Kunststoff-Teile des RepRap kann das Gerät selber herstellen und sich sozusagen damit zur Hälfte selbst reproduzieren. Daher kommt auch der Name „RepRap“, welcher die Abkürzung für „Replicating Rapid-prototyper“ ist. Hat man sich also mindestens eins dieser Geräte zusammengebaut, kann man es also entweder replizieren (wenn man das Geld für die restlichen Bauteile hat) oder man nutzt es in Kombination mit der dazugehörigen Software, um eigene Modelle bzw. Prototypen herzustellen, die man vorher am Computer modelliert hat.

Der RepRap funktioniert wie folgt: Er besteht grundlegend erstmal aus vier Hauptkomponenten:

  • Dem Gerüst selbst, an dem alle wichtigen Teile befestigt sind und welches neben den selbst zu kaufenden Metall-Streben fast ausschließlich aus den Kunststoff-Verbindungsteilen besteht, die der RepRap selbst herstellen kann
  • Der Hebebühnen-Grundplatte, welche wie der Name schon sagt, nach oben und unten bewegt werden kann und somit für den Aufbau des zu druckenden Objekts von unten nach oben wichtig ist
  • Der Druckkopf, welcher sich nach vorne/hinten bzw. nach rechts und links bewegen lässt, wodurch auch die verbleibenden zwei 3D-Achsen abgedeckt wären. Natürlich ist seine eigentliche Aufgabe, Kunststoff (PLA oder ABS) zu schmelzen und immer dann in der richtigen Menge rauszudrücken, wenn sich der Druckkopf an der richtigen Position im Raum befindet, an der „Materie entstehen soll“.
  • Die gesamte Hardware ist natürlich nichts ohne die dazugehörige Software, welche wie gesagt von jedem verwendet und für seine Bedürfnisse ohne Erlaubnis angepasst werden kann. In diesem Programm wird das zu druckende Objekt als Modell importiert, bei Bedarf noch angepasst und nach dem Druck auf den Start-Knopf berechnet die Anwendung die nötigen Koordinaten und steuert dann für die gesamte Dauer des Druckvorgangs alle Bewegungen des RepRap

Wie man sich vielleicht denken kann, dauert ein solcher Druckvorgang im Vergleich zu teuren Marken-Produkten deutlich länger und auch die Ergebnisse sind nicht so hochqualitativ,  jedoch richtet sich dieses Gerät auch eher an nicht-kommerzielle Verwender wie ambitionierte Bastler, Modellbauer oder ähnlich Interessierte.

Wenn ihr noch mehr Informationen benötigt und eventuell sogar darüber nachdenkt, so etwas selbst mal zu bauen, dann findet ihr alles wichtige auf der Website des Projekts. Würde man nicht so viel Zeit investieren müssen, wäre zumindest für mich das Ganze durchaus eine Überlegung wert, auch wenn ich keine Ahnung hätte, was ich damit herstellen soll. Wie sieht es bei euch aus?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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