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Mrz 16

Cebit 2012: Augmented Reality Handbücher

Wir haben bereits in einigen Artikeln die verschiedenen Anwendungsbereiche von Augmented Reality wie z.B. dem Iphone-Quadrocopter thematisiert und auch auf der diesjährigen Cebit war dazu einiges zu sehen. Besonders herausgestochen hat allerdings eine Technologie, die vom DFKI entwickelt wurde: Die Augmented Reality Handbücher:

Diese Technologie funtkioniert in mehreren Schritten: Zunächst “bringt” man dem Programm “bei”, was es später erklären soll, indem man nacheinander die jeweiligen Schritt direkt am Objekt durchführt, während man es mit einer speziellen Kamera filmt, die in eine Head-Up-Display-Brille eingebaut ist (siehe oberes Bild). Der Computer, der die Bilder der Kamera empfängt “merkt” sich dann den jeweiligen Schritt und man kann den nächsten Schritt aufnehmen. Hat man alle Einzelschritte gefilmt und in Anweisungen umgewandelt, kann man diese noch durch zusätzliche AR-Einblendungen ergänzen (siehe unteres Bild), indem man zum Beispiel Pfeile einfügt, die einem verdeutlichen, dass man ein bestimmtes Teil auch in eine bestimmte Richtung bewegen muss oder man hebt z.B. Positionen von Schrauben hervor, die heraus- oder hereingedreht werden sollen.

Sobald man mit diesen Vorbereitungen fertig ist, kann das Ganze auch schon gespeichert werden und als Datei mit dem entsprechenden Produkt mitgeschickt werden. Hat der Besitzer des Produkts nun eine passende Brille mit AR-Display und Kamera zuhause, kann er die beiliegende Anleitung damit laden und sobald er sich damit vor sein Produkt (im Fall oben ein Notebook) setzt, erkennt die Software dieses und schlägt dem Nutzer per Einblendungen und Vorschau-Bildern seine nächste Handlung vor. Im Fall des unteren Bildes geht es zum Beispiel darum, wie man die Abdeckung des Arbeitsspeichers entfernt und wo diese zu finden ist.

Laut den Entwicklern kann damit eine virtuelle Anleitung für so ziemlich alles erstellt werden, dessen Struktur und Funktionsweise vom Computer und der Kamera erfasst und verarbeitet werden kann. In der Video-Gallery des DFKI kann man auch ein Video finden, indem man diesen Vorgang deutlich besser visuell nachvollziehen kann, ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall.

Sollte diese Technik irgendwann ausgereift und massentauglich sein, wäre dies sicher ein Segen für Alle, die bei unübersichtlichen Anleitungen schnell mal den Überblick und dann auch die Geduld verlieren. Wie seht ihr das?

Euer Sintox von Technik-Specials.de

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